Erklärung

Das Garderobenmarkenmuseum hat bis zum Frühjahr 2022 Garderobenmarken gezeigt, die hauptsächlich aus Europa und dem 20. Jahrhundert stammen. Jede Marke wurde in ihren historischen Kontext eingebettet, flankiert von vielen Hintergrundinformationen und weiterem Bildmaterial. Da Garderobenmarken eine außergewöhnlich große Tradition in Russland, bzw. in der damaligen Sowjetunion haben und hatten, nehmen diese Marken auch im Garderobenmarkenmuseum einen großen Raum ein. In der Sammlung befinden sich z.B. eine Marke aus einem Kulturclub der Roten Armee, eine Marke aus dem Kulturpalast des Kreml und eine Garderobenmarke aus dem Innenministerium der Sowjetunion. Auch wenn eine historische Einordnung erfolgte, geschah dies immer in dem Bewusstsein, dass alle diese Epochen in eine - zumindest für Europa - friedliche Zeit mündeten, auf deren Stabilität wir vertrauten. Diese Stabilität hat sich mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine als weit weniger haltbar erwiesen als gedacht. Eine kulturhistorische Bewertung russischer und sowjetischer Garderobenmarken muss daher in der Rückschau anders ausfallen als zuvor. Diese Bewertung werden wir versuchen, wenn der Krieg beendet ist und wir wissen, welche veränderte Kräfteordnung wir in Europa vorfinden. Russische und sowjetische Garderobenmarken im Sinne einer "cancel culture" einfach zu entfernen, war für uns keine Option. Daher schließt das Garderobenmarkenmuseum ab sofort seine Pforten. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis! Stand with Ukraine! Für Rückfragen: info@die-garderobenmarke.de